Den Bericht vom Turnier in
Fukuoka
November 2008 findet man vorerst hier

japanische Filme

Japanische Filmographie

Wer sich für Japan interessiert, der kommt auch am japanischen Film nicht vorbei. Fast kann man sagen leider...

Das japanische Kino ist, um es einmal vorsichtig auszudrücken, seltsam. Es hat rein gar nichts mit amerikanischen, französischen oder deutschen Kinofilmen zu tun. Wer sich also mit dem japanischen Film einlassen will, sollte vorgewarnt sein. Anbei eine kleine Aufstellung verschiedener Filme, die ich bisher gesehen habe. 

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Hana Bi (Feuerblume) von Takeshi Kitano

Nishi Yoshikata ist Zivilfahnder und am Ende. Während er im Krankenhaus erfährt, dass seine Frau Miyuki unheilbar krank ist, wird sein langjähriger Freund und Partner Horibe bei einer Überwachung niedergeschossen. Als der Täter gestellt werden soll, entwischt er zunächst Nishi, tötet den Polizisten Tanaka und verwundet den Kollegen Nakamura schwer, bevor er selbst von Nishi erschossen wird.

Horibe bleibt querschnittsgelähmt und wird von Frau und Tochter verlassen, er wendet sich der Malerei zu. Nishi wird vom Dienst suspendiert und verschuldet sich bei einem Yakuza, um teure Medikamente für seine Frau zu kaufen und um die Witwe Tanakas finanzielle zu unterstützen. Zur Rückzahlung seiner Schulden begeht er, als Streifenpolizist verkleidet, einen Banküberfall und bricht danach mit seiner Frau zu einer letzten Reise auf, die sie an traditionelle japanische Ausflugziele führt. Ihnen folgen die Schergen der Yakuza, die nach Rückzahlung von Nishis Schulden alles gestohlene Geld haben wollen, und der wieder genesene Nakamura in Ausübung seines Dienstes. Kurz vor der drohenden Verhaftung erschießt Nishi seine Frau am Strand und dann sich selbst.

 

Anmerkung:

Hana-bi nennt man in Japan auch die alljährlich stattfindenden, öffentlichen Feuerwerke. Diese Veranstaltungen werden meist von Sponsoren finanziert und ziehen ein Publikum von hunderttausenden Zuschauern an, das sich schon Stunden vorher einfindet. Das Hauptaugenmerk bei einem Hana-bi liegt weniger auf Opulenz als vielmehr auf künstlerischem Ausdruck und filigranen Bildern. Daher auch der Vergleich mit einer Blume. Im Film selbst gibt es eine Szene, in der ein einzelner Feuerwerkskörper abgebrannt wird.

Während der Genesung nach einem schweren Motorradunfall im August 1994 hatte Kitano begonnen, Bilder zu malen. Die Figur des Horibe ist an dieses biographische Detail  angelehnt. Die im Film gezeigten Werke stammen von Takeshi Kitano.

Das Mädchen am Strand, vor dem Nishi seine Frau und sich selbst erschießt, ist Takeshi Kitanos Tochter Shoko.

Fazit:

Hana-bi ist Yakuza-Film mit der typischen Brutalität seiner Bilder. Ein Klassiker des Kultregisseurs Kitano. Die Verzweiflung Nishis, der an seinem Schicksal scheitert, wird nicht zuletzt durch die wortkargen Szenen dargestellt. ______________________________________________________________________________________________________
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Azumi – Die furchtlose Kriegerin von Ryuhei Kitamura

Japan im 17. Jahrhundert. Der Fürst Tokugawa Ieyasu eint gemeinsam mit anderen Verbündeten das Reich und sichert sich schließlich die Vormachtstellung im Lande. Dennoch kommt es in der Folgezeit zu einer Reihe kriegerische Auseinandersetzungen von Rivalen. Im Traum erscheint dem Samurai Gessai ein weiser Priester, wer eine friedliche Nation erschaffen und blutige Auseinandersetzungen zukünftig unterbinden will. Gessai soll eine Gruppe von Kindern zu Samurai es ausbilden, die diese Nation erschaffen sollen. Der Krieger streift daraufhin durch das Land, nimmt insgesamt 10 Waisenkinder auf, die er in den Bergen zu Meisterschülern ausbildet. Azumi ist das einzige weibliche Mitglied.

Nach jahrelangem Training versammelt der Meister seine Schützlinge und lässt diese fünf Gruppen bilden. Er befiehlt ihnen den jeweiligen Freund und Partner in einem Schwertkampf zu töten. Die fünf Überlebenden sind dazu auserkoren völlig rücksichtslos und ohne Gefühle ihre Pflicht zu erfüllen. Unterwegs werden sie weiteren Prüfungen unterzogen.

Die Mission lautet drei kriegswütige Herrscher zu töten: Sanada Masayuki, Kato Kiyomasa und Asano Nagamasa. Ihr erstes Opfer, Nagamasa, keine die Gruppe ohne größere Widerstände stellen und mitsamt seinem Gefolge töten. Fürst Kiyomasa wird dadurch aufgeschreckt und wehrt sich gegen die Meuchelmörder.

Der Film endet damit, dass Azumi im Alleingang völlig emotions- und vorbehaltlos die Gegnerschar niedermetzelt. Danach ermordet sie Kiyomasa.

Fazit:

Ein Film, der nicht über die Maßen blutig ist, aber dennoch viele Kampfszenen enthält. Absolut sehenswert für Fans Samuraifilms.

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Azumi 2 – Tod oder Liebe von Shuzuke Kaneko

 Die Fortsetzung schließt nahtlos einen Teil 1 an. Azumi ist mit ihrem Gefährten Nagara auf dem Weg letzten Fürsten Sanada zu ermorden. Verfolgt werden die beiden Schwertkämpfer von einer Horde schwarzgekleideter, maskierter und gut bewaffneter Kämpfer um den unerbittlichen Kanbei, der den Tod Kiyomasas  rächen will. Nagara wird verwundet. Azumi trifft beim Besorgen von Nahrungsmitteln auf Banditen um den jungen gutmütigen Ginkaku, der große Ähnlichkeit mit ihrer Jugendliebe Nachi aus den Tagen ihrer militärischen Ausbildung hat.

Azumi muss sich zwischen Nachi und ihrem Auftrag, der Frieden für das ganze Land bringen kann, entscheiden.

Fazit:

Es ist selten dass ein Teil 2 besser ist als ein Teil 1. Dieser hier ist mindestens genauso gut wie Teil eins, wenn man auf Schwertkampfszenen steht. Über die Geschichte lässt sich streiten, man muss lediglich wissen, dass die ursprüngliche Idee auf einem Manga aufgebaut ist. Für mich absolut sehenswert. 

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Prinzessin Mononoke – Hayao Miyazaki

Ashitaka, der junge Prinz eines Emishi-Stammes, wird bei der erfolgreichen Verteidigung seines Dorfes von einem tödlichen Fluch befallen. Auf der Suche nach einem Heilmittel verlässt er seinen Stamm und gerät in den Kampf zwischen den Arbeitern einer Eisenhütte, die den Wald abholzen und Metalle abbauen, und den Tiergöttern des Waldes, die ihr Territorium verteidigen. Dabei trifft Ashitaka das bei den Wölfen lebende Mädchen San (Prinzessin Mononoke), das auf der Seite der Tiere kämpft. Ihre Gegnerin ist die machthungrige Herrin Eboshi vom Klan der Tatara, die die Bewohner der Eisenhütte vor den Angriffen der Tiere schützen will. Sie versucht mit den ersten Feuerwaffen den Fürst Asano zu besiegen und ihren Einflussbereich auszuweiten. Eboshi versucht den Waldgott zu töten, dessen Kopf sie dem Tenno bringen soll. Eboshi macht sich mit Jägern auf in den Wald, um den hirschgestaltigen Waldgott zu töten. Der mächtige Stamm der Wildschweine kämpft gemeinsam mit San und ihren Wolfsbrüdern gegen die Armee. Alle Wildschweine werden getötet. Okoto, der Anführer der Wildschweine, erliegt einem Fluch. San versucht, ihn zum Waldgott zu bringen, aber auch sie wird mit dem Fluch belegt. Am See des Waldgottes treffen die beiden auf Sans Mutter, die Wolfsgöttin, die von Eboshi verwundet im Sterben liegt. Eboshi versucht, den Waldgott zu töten, was misslingt. Ashitaka versucht weiterhin, sie davon abzuhalten. Als Okoto dazu kommt, saugt der Waldgott ihm das restliche Leben aus. Ashitaka nimmt San zu sich und versucht, sie aufzuwecken. Als es Nacht wird, verwandelt sich der Waldgott in den Nachtwandler. So ist er verwundbar, und Eboshi schießt ihm den Kopf ab. Der restliche Körper verwandelt sich in eine schleimartige Substanz, die allem das Leben aussaugt, was mit ihr in Berührung kommt. Die halbtote Wolfsgöttin reißt Eboshi mit letzter Kraft den rechten Arm ab. Durch den Schleim wird die Eisenhütte und fast der ganze Wald zerstört. Erst als Ashitaka und San den Kopf wieder zurückgeben, verschwindet er. Der Fluch wird von Ashitaka genommen.

Herrin Eboshi will die Stadt wieder aufbauen. Ashitaka bietet San an, in der Eisenhütte zu leben, aber sie kann den Menschen noch nicht vergeben. So lebt sie im Wald und er in der Eisenhütte. Sie versprechen sich, sich zu besuchen, da sie sich sehr mögen.

Fazit:

Absolut sehenswert

  

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Kikis kleiner Lieferservice – Hayao Miyazaki

Die dreizehnjährige Hexe Kiki will sich gemäß der uralten Hexentradition selbstständig machen und bricht mit ihrem schwarzen Kater Jiji freudig ins unbekannte neue Leben auf. Ihre neue großstädtische Wahlheimat soll unbedingt am Meer liegen, wo sie dann auch (mehr durch einen glücklichen Zufall) bei einer Bäckerfamilie fürs Erste unterkommt.

Trotz ihrer eher katastrophalen Besenflugkünste eröffnet Kiki einen kleinen Lieferservice und hält sich gerade so über Wasser. Das Leben in der Fremde ist nicht immer einfach, aber Kiki schafft mit ihrem Fleiß und einer gewissen Portion Sturheit die Einsamkeit zu überwinden. 

Fazit: Absolut sehenswert

 

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Dororo - Akihiko Shiota

In einer stürmischen Nacht schließt der vom Kampf schwer gezeichnete Fürst Kagemitsu Daigo einen verhängnisvollen Pakt mit 48 Dämonen. Um die Macht über sein Land zurückzugewinnen, verspricht er den Dämonen den Körper seines erstgeborenen Sohnes zu opfern. Als Tahomaru schließlich zur Welt kommt, besteht er lediglich aus einem Torso. Die Mutter setzt aus Mitleid das taubstumme Kind aus und läßt es einen Fluss hinunter treiben, dort wird es von einem Schamanen namens Jyukai entdeckt, der es bei sich aufnimmt. Aus Körperteilen toter Kinder versucht Jyukai in bester Frankenstein-Manier einen neuen Körper für sein Findelkind zu erschaffen. Fürsorglich zieht er den ausgestoßenen Fürstensohn wie sein eigen Fleisch und Blut auf, er unterrichtet ihn in der Kampfkunst und gibt ihm schließlich den Namen Hyakkimaru. Hyakkimaru bereitet sich fortan auf eine für ihn wichtige Mission vor. Jyukai erzählt ihm, dass er seine Körperteile zurückbekommen und dadurch zum Menschen werden kann, wenn es ihm gelingt, alle 48 Dämonen zu töten. Die Jahre verstreichen und als der Schamane schließlich stirbt, begibt sich Hyakkimaru auf die Reise. In einer Stadt begegnet ihm zufällig die vorlaute Diebin Dororo, die ihm fortan nicht mehr von der Seite weicht. Doch auch sie verfolgt ein bestimmtes Ziel, sie will sich an Kagemitsu Daigo, der vor Jahren ihre Familie tötete, rächen. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Begleiter Hyakkimaru in Wahrheit der Sohn des Fürsten ist.

Fazit:

Das hauptsächliche Problem des Films ist sicherlich, dass Akihiko Shiota und sein Autor Masa Nakamura nicht so recht zu wissen schienen, in welche Richtung sie mit Dororo eigentlich gehen wollten. Der teils infantile Humor dürfte bei vielen erwachsenen Zuschauern eher ein Kopfschütteln hervorrufen; dank einiger harscher Gewaltszenen, willkürlich anmutender Morde und einem zum Teil düsteren Endzeit Ambiente ist Dororo aber auch als Familienfilm denkbar ungeeignet.
Unter dem Strich bleibt also wenig anspruchsvolles, aber trotz Überlänge recht unterhaltendes und actionreiches Popcorn Kino für ein vorwiegend jugendliches Publikum. Dass damit der Geschmack der japanischen Kinogänger getroffen wurde beweisen die nackten Zahlen, denn Dororo setzte sich vier Wochen lang an der Spitze der japanischen Kinocharts fest.

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Zatoichi (der blinde Samurai) – Takeshi Kitano

Zatoichi wandert durch die Lande und kommt in eine Stadt, die von der finsteren Ginzo-Gang kontrolliert wird. Als der Ronin Hattori (Tadanobu Asano) mit seiner Frau O-Shino (Yui Natsukawa) im Dorf auftaucht und seine Dienste der Ginzo-Gang anbietet, scheint diese nichts mehr aufhalten zu können. Zatoichi lernt die zwei hübschen Geishas O-Sei (Yuko Daike) und O-Kinu (Daigoro Tachibana) kennen, die ihm vom mutmaßlichen Mörder ihrer Eltern erzählen. Es scheint eine Verbindung zum Ginzo-Clan zu geben ...

  

Fazit:

Sehenswert.

Kitano überzeugt diesmal mit einer Mischung aus einer Vielzahl von Elementen in einem Film. Der klassische Historien-Kostümfilm überwiegt, wird aber durch Action-Elemente (mit der von , Kitano gewohnten drastischen Gewaltdarstellung), spaßige Zwischenszenen und vor allem hervorragenden Schauspielern auf ein besonderes Niveau gehoben. Außerdem ist das Thema mit seinem starken Einschlag zu Kurosawas "Die sieben Samurai" sicherlich auch als eine Ehrerbietung diesem gegenüber anzusehen.

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Ashura

Das mittelalterliche Japan wird zunehmend von Dämonen heimgesucht. Um der Situation Herr zu werden entsendet der Kaiser eine Gruppe Dämonenwächter in die Stadt Edo, die genau an der Grenze zwischen dem Reich der Menschen und dem der Dämonen liegt. Als der Krieger Izumo bei der großen Schlacht gegen die Höllenwesen versehentlich ein kleines Mädchen tötet, gibt er, geplagt von Selbstzweifeln, seinen Dienst auf und schließt sich der Kabuki Gruppe an. Als er die junge Akrobatin Tsubaki trifft, die ein seltsames, sich ausbreitendes Tattoo auf ihrem Rücken trägt, holt ihn dennoch sein Schicksal als Dämonenjäger wieder ein. Denn mit ihr soll sich die Prophezeiung über die Wiedergeburt der Dämonenkönigin Ashura erfüllen. Es liegt nun an ihm allein, seinen Schwur der Gewaltlosigkeit zu brechen, oder die ganze Welt an die Dämonen zu verlieren. 

Fazit:

Der Beginn ist total überzeugend, aber das Ende des Films ist eher einfallslos.

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Sakuya – The Demon Slayer

Gier und Korruption erweckten Monstren, die im heiligen Mount Fuji schlummerten. Katana-Cutie Nozomi Ando zieht aus, um der „Spiderqueen“ (von unerhört überdimensionierten Ausmaßen) den Garaus zu machen. - Campiger Kitsch aus der Puppentrickkiste. Die CGIs verschlangen Millionen, an den Monsterplüschkostümen baumeln evident die Reisverschlüsse! Der Plot ist die Repetition einer Good vs. Evil Variation, geist- und sinnfrei referiert, voll Verrücktheiten inszeniert. Man stolpert über Katzenmenschen, „Dark Riders“, ja einer Schar bescheuerter Tanz-Dämonen (Cameos aus frühen Daiei Monstermovies), in einer Licht und Feuershow wird gar ein ganzes Städtlein kurz gemacht.

 

Fazit:

Überraschend unterhaltsam

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Rainy Dog – Takashi Miike

Yuji ist ein schweigsamer, gebrochener Berufskiller aus Japan, der gezwungen ist, sein Handwerk als freiberuflicher Hitman für die Taiwanesische Mafia zu verrichten. Eines Tages steht plötzlich seine ehemalige Geliebte vor der Tür und hinterlässt ihm seinen Sohn, von dessen Existenz Yuji bisher nichts wußte. Da er mit seinem Nachwuchs nichts anfangen kann, überlässt er ihn erstmal seinem Schicksal. Doch der kleine Junge schafft es durch seine Beharrlichkeit, Yujis erfrorenes Herz zu erwärmen und es beginnt eine ungewöhnliche Beziehung zwischen dem Killer und seinem Sohn. Als die Yakuza einen Killer nach Taiwan sendet um Yuji zu töten, ändert sich die Situation und Yuji plant zu fliehen. Doch die Flucht wird zu einer beschwerlichen Reise...

 

Fazit:

RAINY DOG ist neben LEY LINES und SHINJUKU KILLERS der zweite Beitrag in Takashi Miikes "Black Society Trilogy", einer inhaltlich lose zusammenhängenden Filmreihe über Schicksale in der Unterwelt Japans. RAINY DOG ist einer der ungewöhnlichsten Filme in Miikes langer Filmografie. Eher leise und gefühlvoll erzählt er hier eine Geschichte über Hoffnung und Schicksal in den Kreisen des organisierten Verbrechens. Ein bemerkenswerter, wenn gleich auch harter und trauriger Film in der Tradition von "LEON DER PROFI".

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Das Königreich der Katzen –Hiroyuki Morita

Die 17-jährige Schülerin Haru Yoshioka ist bekannt dafür, dass sie oft zu spät kommt. Sie kommt auch eines Tages zu spät zum Unterricht und wird deswegen von ihrer Klasse und ihrem Schwarm ausgelacht. Auf dem Nachhauseweg von der Schule sieht sie gemeinsam mit ihrer Freundin Hiromi, dass eine Katze mit einem kleinen Päckchen im Maul Gefahr läuft, von einem Lastwagen überfahren zu werden. Ohne an ihre eigene Sicherheit zu denken rettet Haru den Kater, der sich zu ihrer Überraschung abklopft, verbeugt und für die Rettung bedankt.

In der Nacht bemerkt sie eine große Unruhe unter den Katzen in der Nachbarschaft. In einer großen Prozession wird auf einer Sänfte der König der Katzen vor Harus Haus gebracht, und der Sekretär Natoru überreicht Haru zum Dank, dass sie den Prinzen gerettet hat, eine Schriftrolle. Auf der Schriftrolle sind die „Wohltaten“, die ihr die Katzen zukommen lassen wollen, aufgelistet. So wächst zum Beispiel über Nacht ein Dschungel aus Katzenminze vor ihrem Haus, weshalb ihr Horden von Katzen nachlaufen, und ihrem Spind in der Schule findet sie Unmengen an in Geschenkschachteln verpackten, lebenden Mäusen.

Schließlich bekommt sie Besuch von Natori, einer Sekretärin des Katzenkönigs, die ihr eine Einwilligung, ins Katzenreich zu kommen, entlockt. Dort soll sie mit dem Prinzen der Katzen vermählt werden, was Haru aber gar nicht passt. In Panik sieht sie sich schon als Braut einer Katze und überlegt verzweifelt, wie sie das abwenden kann. Da kommt eine Stimme aus dem Nichts, die ihr sagt, sie solle sich an das Katzenbüro wenden, dann werde ihr geholfen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten findet sie es auch und begegnet einer lebenden Katzenpuppe im aristokratischen Anzug, die sich als Humbert von Gikkingen, genannt „Der Baron“, vorstellt.

Während sie noch im Haus des Barons ist, kommen die Katzen vorbei und entführen sie in ihr Reich. Der Baron und einer seiner Katzenfreunde Muta verfolgen sie, da Haru im Katzenreich zu einer Katze wird und sich nicht wieder in einen Menschen zurückverwandeln kann, wenn sie nicht bis zum Anbruch der Morgendämmerung in die Menschenwelt zurückkehrt. Auf die Hilfe des Barons angewiesen macht sich Haru auf den Weg in ihre Welt zurück. Während dieser abenteuerlichen Reise merkt sie jedoch, dass sie sich nach und nach in den Baron verliebt. 

Fazit:

Absolut sehenswert

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Chihiros Reise ins Zauberland

Das junge Mädchen Chihiro zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Bei der Ankunft verfahren sie sich und geraten durch ein geheimnisvolles Tor in eine Art verlassenen Vergnügungspark. Während ihre Eltern sich unerlaubt in einem Restaurant auf das dort bereitgestellte Essen stürzen, streift Chihiro umher und trifft den Jungen Haku, der sie warnt, rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit von hier zu fliehen. Doch als sie zu ihren Eltern zurückkommt, haben sich diese in Schweine verwandelt – und mit hereinbrechender Dämmerung wird es in dem Ort immer unheimlicher.

Um Chihiro zu schützen, bringt Haku sie in dem Badehaus der Hexe Yubaba unter, welches von den Göttern und Geistern des Shinto in Anspruch genommen wird. Hier muss Chihiro schwer arbeiten und zudem eine Menge Abenteuer überstehen, bevor sie ihre Eltern zurückverwandeln und dem Reich der Hexe entfliehen kann. Denn ein Mensch, der zu lange in jener Welt bleibt, vergisst seinen wirklichen Namen, der ihm von der Hexe genommen wird, und kann nie wieder zurück.

 

Fazit:

Ein absolutes Muß!!

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Cutie honey

Die junge Bürofee Honey führt ein geheimnisvolles Doppelleben: Durch das "I-System" verwandelt sie sich in ihrer Freizeit in die Superheldin Cutie Honey und bekämpft das Böse, welches in Gestalt des Panther-Claw- Clans die Weltherrschaft an sich reißen will. Als Honey's Onkel von den Superschurken entführt wird, beginnt ihre wohl gefährlichste Mission und gemeinsam mit der Polizistin Aki und dem Reporter Hayami will sie den Panthern ein für alle mal zeigen, dass nur das Gute Platz in dieser Welt hat. Doch ihre Gegner haben einen ausgeklügelten Plan ausgeheckt, der nicht zuletzt auch Cutey Honeys ?I-System? mit einschließt...

Fazit:

Manga Verfilmung der typisch japanischen Art. Witzig und komisch.

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Drive

Wenn doch nur schon von Feierabend wäre. Es ist punkt 13 Uhr und Sie sitzen - wie an jedem Tag - mit einem vor Schmerzen hämmernden Kopf in ihrer Durchschnittslimousine und warten darauf, dass das hübsche, leicht tollpatschige Mädchen auftaucht, das Sie hier jeden Tag zu selben Zeit sehen. Und da ist sie, die Ampel schaltet auf grün, Sie blicken dem Mädchen in die Augen, ein Erkennen, Sie machen sich bereit, das Gaspedal mit dem rechten Fuß anzutippen und davon zu rollen, als die Türen ihres Wagens aufgerissen werden und drei mit Skimasken vermummte Männer in Ihren Wagen springen und Ihnen lautstark befehlen, loszufahren und einem anderen Fahrzeug zu folgen. Eine wirklich unangenehme Situation, in der man voller Panik den Kopf verlieren könnte.

Gut für Sie, dass Ihrer statt Apothekenlieferant Kenichi Asakura hinter dem Lenkrad sitzt. Der ist zwar auch nicht erfreut über die ungebetenen Fahrgäste im Fond und auf dem Beifahrersitz, aber dem Befehl, trotz inzwischen roter Ampel loszurasen, kann und will er - schlecht für die Banditen - nicht Folge leisten: Es wäre gegen die Verkehrregeln. Daran ändert auch das Gebrüll der vermummten Herren nichts, die zuvor eine Bank überfallen haben und nun gerne ihrem Komplizen und der von ihm abgegriffenen Beute im anderen Auto folgen möchten. Auch die grüne Ampel bringt die Räuber nicht wirklich voran, denn schließlich gilt ein Tempolimit und das wird von Asakura nicht überschritten. Im Leben nicht.

Fazit:

Witzige Verfolgungsjagd im Schneckentempo mit Happy End

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Kamikaze Girl

Zwei rebellische Girls, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite Momoko, eine modebesessene Trash-Lolita, und auf der anderen Seite Ichiko, eine punkige Bikerbraut. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht eine kuriose Freundschaft zwischen Rüschenblusen und blutstarrenden Baseball-Schlägern. Nur zusammen sind sie stark, nur zusammen können sie dem Alltag eine saftige Kopfnuss verpassen. Diese Riot Girls kann niemand aufhalten, schon gar nicht der Rest der Welt!

Fazit:

Schräge japanische Komödie ohne höheren filmischen Wert.

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Das wandelnde Schloss – Hayao Miyazaki

Die junge Hutmacherin Sophie wird eines Tages von einem jungen hübschen Mann vor zwei zudringlichen Soldaten gerettet. Da die Hexe aus dem Niemandsland schon seit längerem Interesse an dem Retter hegt, belegt diese Sophie aus Eifersucht mit einem Fluch, der Sophie in eine 90 Jahre alte Frau verwandelt.

Sophie flüchtet aus der Stadt und macht sich auf den Weg zum Niemandsland. Auf dem Weg hilft sie einer umgeworfenen Vogelscheuche auf, die ihr dankbar folgt. Als Sophie diese scherzhaft bittet, ihr ein Haus zu suchen, erscheint das wandelnde Schloss des Zauberers Hauro.

Im Schloss begegnet sie als erstes dem Feuerdämon Calcifer, mit dem sie einen Handel abschließt, dass sie von ihrem Fluch befreit wird, wenn sie das Geheimnis des Vertrags zwischen Calcifer und Hauro herausfindet und damit Calcifer, der die Energie für das Schloss liefert, befreit.

Neben Hauro, den Sophie als den jungen Retter erkennt, lebt im Haus auch sein Schüler Markl. Sophie stellt sich selbst als Putzfrau der beiden ein und beginnt sogleich mit den Arbeiten.

Die Stadt wird von einem Krieg bedroht, schwer zerstörte Kriegsschiffe laufen in den Hafen ein, die Feinde werfen Flugblätter über der Stadt ab. Hauro verwandelt sich von Zeit zu Zeit zu einem vogelähnlichen Wesen und kämpft dann gegen Flugschiffe. Er verwandelt sich wieder in einen Menschen, wenn er zurückkommt, und bemerkt bei einem Blick in die Schlafkoje Sophies, dass diese nachts das Aussehen einer jungen Frau hat.

Hauro erhält eine Einladung des Königs, der den Zauberer bittet, ihn mit seinen Mitteln zu unterstützen. Gemeinsam beschließen sie, dass Sophie als Mutter Hauros beim König vorsprechen soll. Sie soll Hauro als unzuverlässigen Tagedieb darstellen, damit der König von seinem Plan ablässt. Auf dem Weg zum Schloss trifft sie die Hexe aus dem Niemandsland, die ebenfalls vom König eingeladen wurde. Während der Hexe aus dem Niemandsland im Schloss durch einen Zauber alle magischen Fähigkeiten genommen werden, wird Sophie von Madame Suliman, der Zauberin der königlichen Familie empfangen. Hauro war ihr Schüler, dem sie vorwirft, kein Herz zu haben und seine Kräfte nur für sich selbst einzusetzen. Sophie stellt sich vehement auf die Seite Hauros und verteidigt ihn. Als sich die Situation zuspitzt, erscheint Hauro und flieht mit Sophie. Sie nehmen den Hund von Madame Suliman und die Hexe mit. Hauro verlässt die Flüchtenden. Den Weg zum Schloss weist ihnen ein Ring, den Hauro Sophie gab. Wieder im Schloss beobachtet Sophie nachts die Rückkehr Hauros, der sich noch in Vogelgestalt schwer verletzt in sein Zimmer begibt. Sie folgt ihm und gesteht ihm ihre Liebe.

Der Krieg greift weiter um sich, auch die Stadt wird angegriffen, viele Menschen fliehen. Madame Sulimans Suche nach Hauro ist schließlich erfolgreich. Dieser kämpft entschlossen gegen die militärischen Einheiten, um Sophie zu schützen. Sophie will den schützenden Ort verlassen, an den Hauro das Schloss transferiert hat, um Hauro zu retten. Als sie den geschwächten Calcifer aus dem Schloss trägt, bricht dieses in sich zusammen. In einem Teil der Trümmer bittet Sophie Calcifer, das Schloss wieder wandern zu lassen um zu Hauro zu gelangen. Calcifer setzt schließlich einen Teil des Schlosses in Bewegung. Die Hexe erkennt in dem neu entfachten Feuer das Herz Hauros und nimmt es an sich. Als Sophie das Feuer in ihren Händen mit Wasser löscht, um sie zu schützen, bricht das Schloss erneut auseinander, Sophie wird von den anderen getrennt.

Der Ring zeigt ihr einen Weg in Hauros Kindheit. Dort sieht sie, wie Calcifer zu Hauro kam und sich aus seinem Herzen das beständige Feuer bildete. Mit diesem Wissen bittet sie Hauro in seiner Vogelgestalt, zu Calcifer zu fliegen. Sie gibt Hauro sein Herz zurück, Calcifer wird befreit und fliegt davon, Hauro wird wieder zu einem Menschen. Voller Glück gibt Sophie der treuen Vogelscheuche einen Kuss, die sich in den Königssohn des verfeindeten Nachbarlandes verwandelt und in sein Reich zurückkehren will, um den Krieg zu beenden. Madame Suliman, die die Geschehnisse durch eine Glaskugel beobachtet, sieht in dem Krieg nun keinen Sinn mehr. Zu guter Jetzt kehrt Calcifer wieder zurück, um einem neuen, größeren und freundlicherem Schloss wieder Energie zu liefern.

  

Fazit:

Ein absolutes Muss!!

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Mein Nachbar Totoro

Ein Vater zieht mit seinen zwei Töchtern Satsuki und Mei aufs Land, um in der Nähe seiner Frau sein zu können, die sich in einem Krankenhaus von einer schweren Krankheit erholt. Nachdem sich die drei in dem anfangs etwas gruseligen Haus eingewöhnt haben, begegnet Mei beim Spielen im Wald Totoro. Beide Mädchen schließen mit dem seltsamen Wesen schnell Freundschaft. Als sich die kleine Mei, nach einem Streit mit Satsuki, aus Wut alleine aufmacht, um ihre Mutter zu besuchen, hilft Totoro Satsuki, die Ausreißerin wieder zu finden.

 

Fazit:

Ein absolutes Muss!!

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Shogun Assassin – Henker des Shogun

Wer Kozure Okami gesehen hat, wird auch diesen Film kennen, denn es geht um die selbe Geschichte.

Der Shogun scheint zunehmend dem Wahnsinn zu verfallen. Überall wittert er Verrat & Intrigen und macht seinen obersten Scharfrichter durch das Vollstrecken unzähliger Todesurteile zum vielbeschäftigten Mann. Doch je mehr Köpfe der Henker im Namen seines Herrn rollen lässt, desto mehr beschleicht den Shogun auch die Furcht vor der mächtigen Klinge seines Untergebenen. Aber der Plan, ihn und seine Familie auszulöschen schlägt fehlt. Die Ninjas des Herrschers töten zwar die Frau des Scharfrichters, doch er selbst und sein 3-jähriger Sohn überleben das Attentat und wandeln von nun an als "Einsamer Wolf mit dem Kind" auf dem blutigen Pfad der Rache...

 

Fazit:

Ein Klassiker, den man gesehen haben sollte.

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Die Familie mit dem umgekehrten Düsentrieb

Der Film zeigt zunächst eine ganz normale japanische Familie. Es folgen Streitereien und Konflikte, dann eine sich fortwährend steigernde Eskalation der Situation und Geschehnisse innerhalb des Hauses, die extreme Elemente von Katastrophentheorie, Tragik und Komödie bis zu surrealem Wahnsinn enthält.

Seit ein Pilot in einem Anfall von Wahn im Flug den Umkehrschub einschaltete und einen Absturz verursachte, ist der "umgekehrte Düsenantrieb" in Japan ein geflügeltes Wort für plötzlich auftretenden Irrsinn mit katastrophalen Folgen. 

 

Fazit:

Ein typische japanische Komödie, die wohl nur Japaner witzig finden.  

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Ghost in the Shell – Mamoru Oshii

Im Jahr 2029 sind viele Menschen Cyborgs, die ihren Körper ganz oder teilweise durch künstliche Implantate ersetzt haben. Nur das Gehirn lässt sich nicht ersetzen. Wohlverpackt in einer Biokapsel (der sogenannten Shell) steckt in jedem Cyborg ein Gehirn und darin sein Geist (Ghost), also das Ich, die Identität und Persönlichkeit.

Um so bedrohlicher ist daher das Auftauchen eines unbekannten Hackers, der seinen Spitznamen Puppet Master der Tatsache verdankt, dass er die Sicherheitsbarrieren der Shells überwinden und Ghosts direkt manipulieren kann. Seine Opfer verlieren ihre Identität und begehen Verbrechen für ihn und seine Auftraggeber.

Für Major Motoko Kusanagi ist diese Bedrohung sogar sehr persönlich: Durch ihre Arbeit für die streng geheime Sektion 9 (die Problembeseitiger des Innenministeriums) hat sie zwar einen hochmodernen Cyborg-Körper mit übermenschlichen Kräften, aber ihr Ghost, ihre Identität, ihr einzig verbliebenes Originalteil, ist nicht ersetzbar.

Eines Tages wird die Sektion 9 auf die Suche nach dem Puppet Master geschickt. Er soll ein aggressiver Hacker und Cyber-Terrorist sein, der sich in die neuro-kybernetischen Implantate von staatstragenden Persönlichkeiten einhackt und somit die Politik manipuliert. Doch die gefassten Manipulatoren sind immer bloß selbst Manipulierte eines Netzwerkes.

Irgendwie scheint dieses fluide Netzwerk einen eigenen Ghost kreiert zu haben, der sich anstatt in ein organisches Gehirn in den Schädel einer Shell gesetzt hat. Diese Kreatur, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, beantragt bei Sektion 9 politisches Asyl, wird daraufhin entführt und als Kusanagi sie schließlich befreit, stellt sich heraus, dass dieser Ghost nur sie gesucht hat. Er (in einem weiblichen Körper) will mit ihrem Ghost verschmelzen, um dadurch das zu erlangen, was ihm zum definitionsgemäßen Leben fehlt.

Fazit:

Ein Klassiker, den man gesehen haben sollte. 
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