Den Bericht vom Turnier in
Fukuoka
November 2008 findet man vorerst hier

Meine Bonsai-Sammlung

Roter Fächerahorn

Eine wunderbare Bonsai-Sammlung könnte allein aus den verschiedenen Zuchtformen des Acer Palmatum aufgebaut werden. Ihr Frühjahrslaub kann mit der Leuchtkraft der meisten Blüten konkurrieren. Die verschiedenen Laubformen und -größen, von kleinen kompakten Blättern mit edelsteingleicher Qualität bis hinzu tiefgesägten Formen in Grün und Purpurrot, und ihre zugespitzten Formen erzeugen eine heitere Atmosphäre. Einige Zuchtformen zeigen farbenprächtige Stämme und Triebe, andere haben interessante Muster und mutierte Farbtöne. Wie auch immer die Frühlings- oder Sommerfarben der Blätter sind, alle Zuchtformen antworten mit einer überraschenden Variationsbreite ein Herbstlaubfärbungen. Das geht von hellstem Gelb überleuchtendes Gelb und Orange bis hin zu Rot und Pupurrot.

Standort: volles Licht bringt die Herbstfärbung des Laubes besonders eindrucksvoll hervor. Schattieren an heißen Sommertagen, weil sonst die Blätter verbrennen. Im Winter Frostschutz gegen Fröste ab -10°C und darunter.

  • Wässern: Täglich während der Wachstumszeit. Vermeiden Sie, dass bei voller Sonne Wasser auf die Blätter kommt, da sie sonst verbrennen. Vermindern Sie die Wassergaben im Winter, lassen Sie die Erde aber nicht austrocknen.
  • Düngen: Sobald sich die Blattknospen im Frühling öffnen. Düngen Sie im ersten Monat einmal pro Woche. Danach alle zwei Wochen bis zum Spätsommer.
  • Umtopfen: Bis der Baum etwa 10 Jahre alt ist, alle zwei Jahre im zeitigen Frühjahr. Danach je nach Wurzelentwicklung.
  • Schneiden: Schneiden Sie neue Triebe im Frühling auf ein bis zwei Blattpaare zurück. Entfernen Sie große Blätter während der Wachstumszeit. Schneiden Sie Triebe mit langen Internodien stark zurück, um kurze in Internodien zu erzeugen. Völliger Blattschnitt im Hochsommer erzeugt kleine Blätter und verstärkt die Herbstfärbung. Drahten kann man am besten direkt nach dem Blattschnitt.
  • Vermehrung: durch halbverholzte Stecklinge im Sommer. Durch Absenken oder Abmoosen im Frühling und Sommer. 
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Ginkgo

Der Ginkgo ist eine der wenigen laubabwerfenden Koniferen und ist das einzige überlebende Mitglied einer in prähistorischer Zeit häufigen Baumfamilie. Lange dachte man, er sei ausgestorben, doch wurde er in der ostchinesischen Provinz Chekiang im 17. Jahrhundert wieder entdeckt und wird seither als Zierbaum in der ganzen Welt angepflanzt. In Japan steht er mit heiligen Bräuchen im Zusammenhang und wächst daher häufig in der Nähe buddhistischer Tempel. Im Fernen Osten wird allgemein als Straßenbaum geschätzt, da er widerstandsfähig gegen Luftschadstoffe und meist schädlingsfrei ist. Als junger Baum hat er eine offene Aststruktur, die im Alter einer dichten, pyramidalen Form weicht. Er ist als Bonsai sehr effektvoll, wenn diese natürliche Forum, mit flammenförmiger oder pyramidaler Silhouette, durch den Schnitt nachempfunden wird.

 

  • Standort: vollsonnig, nur sehr junge Bäume brauchen etwas Schatten. Frostschutz im Winter, besonders für die Wurzeln, die einen hohen Feuchtigkeitsbedarf haben.
  • Wässern: Täglich während der Wachstumszeit. Geben sie viel Wasser, damit die eher wird gut durchfeuchtet ist. Halten Sie die Erde im Winter relativ trocken, da die Wurzeln leicht frostgeschädigt werden, wenn die Erde zu nass ist.
  • Düngen: zweimal monatlich vom Frühjahr bis zur Sommermitte.
  • Umtopfen: bis zum Alter von 10 Jahren jährlich im zeitigen Frühjahr. Danach jedes zweite Jahr und bei alten Bäumen alle drei Jahre.
  • Schneiden: die Triebe werden im Frühjahr und im Herbst auf zwei bis drei Blätter zurückgeschnitten, wobei das Blatt an der neuen Triebspitze auf der Außenseite stehen sollte. Astschnitt nach dem Laubfall. Bei der Gestaltung sollten Sie große Schnitte auf der Vorderseite vermeiden, da die Wunde nur schlecht einen Kallus bilden, der die Wunde überwuchert. Vermeiden Sie nach Möglichkeit zu drahten, da die weiche Bortk sehr leicht eingedrückt wird.
  • Vermehrung: im zeitigen Frühjahr durch Aussaht von im Herbst stratifizierten Samen. Durch verholzte Stecklinge im Herbst. Durch Abmoosen im Frühjahr.

 Mein 2 Jahre alter Ginkgo

 

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Chinesische Steineibe

Langsam wachsende, immergrüne Konifere. Eibenartiges Laub.

Standort vollsonnig

  • Wässern: täglich in der Wachstumszeit.
  • Düngen: alle zwei Wochen während der Wachstumszeit. Alle vier bis sechs Wochen im Winter.
  • Umtopfen: alle zwei Jahre im zeitigen Frühjahr.
  • Schneiden Zurückzupfen junger Triebe während der ganzen Wachstumszeit.
  • Vermehrung: durch Stecklinge oder Absenken

Meine beiden Eiben:

 

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Ovalblättriger Liguster

 

Halbimmergrüner Strauch. Kleine ovale Blätter, weiße Blüten im Sommer.
Standort vollsonnig oder schattig.

  • Wässern täglich in der Wachstumszeit.
  • Düngen alle zwei Wochen in der Wachstumszeit.
  • Umtopfen jedes Jahr im zeitigen Frühjahr.
  • Schneiden Rückschnitt junger Triebe nach der Blütezeit sowie von der Wachstumszeit.
  • Vermehrung durch Samen, Stecklinge oder Absenken. 

Anbei mein Liguster

 

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Japanische Schwarzkiefer

Kiefern gehören zu den klassischen Bonsaibaumarten, wobei die Mädchenkiefer und japanische Schwarzkiefer die beliebtesten sind. Die Schwarzkiefer wird in Japan in Parks und Gärten angepflanzt, wo auch die ausgewachsenen Bäume ebenso beschnitten und gepflegt werden wie ein Bonsai. Der Baum bringt lange, dicke, dunkelgrüne, stark abstehende Nadeln, in Paaren zusammenstehend, hervor. Am Stamm entwickelt sich eine zerfurchte Borke. Diese Kombination von Eigenschaften gibt ihm ein starkes, dominantes Aussehen im Gegensatz zum weicheren Ausdruck der Mädchenkiefer. Die Schwarzkiefer verträgt einen armen Boden gut. In der Natur überlebt sie auf nährstoffarmen, steinigem Boden. Wegen der Wurzeltoleranz und der rauen Borke werden Mädchenkiefern normalerweise auf sie als Unterlage aufgepfropft. 

  • Standort: vollsonnig. Im Winter vor Frost und eisigen Winden schützen.
  • Wässern: die Schwarzkiefer ist sehr trockenresistent, braucht aber viel Wasser, wenn die Erde  extrem wasserdurchlässig ist. Täglich überprüfen, aber nur wässern, wenn die Erde Anzeichen für Trockenheit zeigt. Im Winter sehr sparsam wässern.
  • Düngen: alle drei bis vier Wochen vom Frühjahr bis zum Winterbeginn.
  • Umtopfen: je nach Alter und Wurzelentwicklung alle zwei bis fünf Jahre im Frühjahr. Jährlich dem Wurzelballen überprüfen.
  • Schneiden: Zwicken Sie überlange Triebe aus, wenn die Nadeln anfangen sich zu strecken. Entfernen Sie lange Triebe während der ganzen Wachstumszeit. Bei kürzeren Trieben werden die Kerzen um ein bis zwei Drittel eingekürzt. Jedes zweite Jahr schneidet man die Astspitzen zurück. Im Spätsommer oder zeitigen Herbst werden alte Nadeln und sich überkreuzende Triebe entfernt, damit Licht in den Baum fallen kann
  • Vermehrung: im Winter werden frische Samen über Nacht eingeweicht, und nur die zu Boden gesunkenen werden ausgesät. Im Freiland werden die Saatkisten dem Frost ausgesetzt und vor Vögeln und Nagetieren geschützt. Die Samen keimen gut, wenn sie frisch sind.

Anbei meine beiden selbst gezogenen japanischen Schwarzkiefern. Alter ca. zwei Jahre, noch ungeschnitten, vorsichtige Drahtung am Stamm

 

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Mein Ginseng-Bonsai

   

Art unbekannt

 

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